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Aktuelles

Respekt und Anerkennung

Gastarbeiter Mosambik
Bild: Rainer Weisflog | Deutsches Bundesarchiv

Memorandum zur Internationalen Tagung zur Entwicklungszusammenarbeit Mosambik - Deutschland

Die Tagung "Respekt und Anerkennung" hat sich 40 Jahre nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages zwischen der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) und der Volksrepublik Mosambik (VRM) und den Abkommen zur zeitweiligen Beschäftigung mosambikanischer
Werktätiger in der DDR vom 24.02.1979 mit den offenen Fragen aus den intransparenten Verträgen und erlittenem Unrecht beschäftigt. Dabei handelt es sich unter anderem um abgezogene Lohnanteile, dem sogenannten Pflichttransfer, nicht gewährte Rentenansprüche und nicht ausgezahlte Sozialleistungen, sowie unerfüllte Bildungsversprechen an die mosambikanischen Vertragsarbeiter*innen. Der sogenannte Pflichttransfer der einzelnen Vertragsarbeiter*innen diente der Schuldentilgung staatlicher Kredite der DDR gegenüber Mosambik.

Magdeburger Memorandum (pdf, 136 kByte)

Ebenfalls auf der Tagung reflektiert wurden die Lebenswege, Schicksale und Täuschungen der ca. 900 SchülerInnen der
"Schule der Freundschaft" in Staßfurt.

Die Vertragsarbeiter*innen sowie die Schüler*innen der "Schule der Freundschaft" in Staßfurt sind Opfer des Unrechts, das durch die mangelhaften und bewusst intransparent gehaltenen Verträge und deren Umsetzung sowie nicht eingehaltene Versprechungen entstanden ist. Diese Gruppe umfasst weit über 20.000 Männer und Frauen. Die Vertragsarbeiter aus Mosambik, aber auch aus Angola, Vietnam und anderen Ländern wurden bei der Aufarbeitung des DDR Unrechts bisher weitgehend vergessen.

Tagung: Respekt und Anerkennung

22.-24. Februar 2019 in Magdeburg

Lebendige Erinnerungen und ein schwieriges Erbe prägen einen wichtigen Teil der Beziehungen zwischen Deutschland und Mosambik. Vor vierzig Jahren schlossen die VR Mosambik und die DDR einen Staatsvertrag. Dieser beeinflusste die Lebenswege von über 17.000 Vertragsarbeiter*innen und mehreren Tausend Expert*innen. Beide Gruppen gerieten auf je eigene Weise in die Mühlen des Kalten Krieges. Bei der deutschen Wiedervereinigung konnten viele Belange nicht zufriedenstellend gelöst werden. Besonders die Vertragsarbeiter*innen erfuhren wenig Anerkennung und Respektierung ihrer Leistungen. Auch wurden Gelder durch staatliche Stellen vorenthalten. Wichtige Fragen sind weiterhin nicht geklärt.

Mit Hilfe von Zeitzeug*innen, Betroffenen und anhand neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse wird die Tagung nach Wegen von Respekt und Recht suchen und den Austausch mit Behörden einfordern.
Kunst und Musik helfen dabei die Erinnerung zu schärfen und das Leben zu feiern.

Vorbereitungsteam:

Adelino Massuvira João, Suhl
Dr. Hans-Joachim Döring, Magdeburg
Almuth Berger, Berlin
Virgilio Uamusse, Burbach
Ibraimo Alberto, Berlin
Victor Faustino, Erfurt
Annette Berger, Magdeburg
Julia Oelkers, Berlin

Tagungsprogramm Mosambik (pdf, 168 kByte)

Faltblatt Mosambik-Tagung (pdf, 377 kByte)

Ansprechpartnerin: Annette Berger, 0391 598 022 70, annette.berger@ekmd.de

Weitere Informationen unter http://www.oekumenezentrum-ekm.de/entwicklung-umwelt/Mosambik-Tagung-2019/

Eine Veranstaltung des Lothar-Kreyssig-Ökumene-Zentrums der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland unter Mitarbeit eines deutsch-mosambikanischen Vorbereitungsteams in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt (eeb) und dem Koordinierungskreis Mosambik e.V. (KKM)



 

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