Im Gespräch mit Pfarrer Michael Schwarzkopf.
Nach 11 Jahren musste Pfarrer Michael Schwarzkopf seine Gemeinde in St. Petersburg unter dem Druck russischer Behörden verlassen. Zuvor war er kurzzeitig inhaftiert worden. Fadenscheinige Gründe führten zu einer Anklage, ein Gerichtsverfahren wurde eingeleitet.
Religionsgemeinschaften boten lange Zeit Schutz vor der russischen Staatsgewalt. Mit der Willkürlichkeit lässt man nun aber auch Religionsvertreter spüren, dass sie von der Gnade des Staates abhängig sind.
Michael Schwarzkopf trat seinen Dienst in St. Petersburg/Russland im Jahr 2013 an. Für die kleine Minderheit von etwa 15.000 Lutheranern im europäischen Teil Russlands war er als Geistlicher für alle Gemeinden im Norden des Landes tätig.
Nun ist er wieder als Pfarrer in unserer Landeskirche in Erfurt tätig. Und wir wollen mit ihm darüber sprechen, was diese Zeit ihm bedeutet hat. Mit Magdeburg ist er durch seine Studentenzeit eng verbunden, wo er zunächst Mathematik studierte, später dann auch Theologie. Besonders am Herzen lag ihm schon damals die Partnerschaftsarbeit der Kirchenprovinz Sachsen mit der russisch-orthodoxen Kirche Polens.
Anlässlich des Einmarschs Russlands in der Ukraine am 24. Februar 2022 hören wir eine Stimme, die das Kriegsgeschehen auf Seiten des Agressors erlebt hat.
Gesprächspartner: Pfarrer Michael Schwarzkopf
Moderation: Annette Berger, Leiterin der EEB Sachsen-Anhalt
Wann? Dienstag, 17. Februar 2026, 19.00 bis 21.00 Uhr
Wo? Magdeburg, Bürgelstr. 1, Salon der Ev. Erwachsenenbildung Sachsen-Anhalt